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- 13.2.2008: Durch Toilettenpapier 7,3 Millionen Euro Schulden????
- 12.2.2008: Gewalt im Saarland
- 8.2.2008: Landessportverband Saar startet Plakat-Kampagne zum Jugendschutz
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Blogroll
Archive für März 2008
Bergbaukrise
9.3.2008 von admin.
Ich komme eben von der Anlage des letzten existierenden Bergwerks an der Saar. Nach den Meldungen des SR waren 10000 Menschen auf der Anlage Duhamel in Ensdorf versammelt.
Ich weiß auch, dass viele Bergleute, ob noch aktive oder ehemalige, Schachspieler sind. Ich selbst bin ebenfalls von dieser Krise tief betroffen und das nicht nur, weil unter Umständen auch ein Teil meiner persönlichen Zukunft davon abhängt.
Ich möchte deshalb um Solidarität mit einem ganzen Berufsstand bitten. Es geht nicht um die unbedingte Fortsetzung der Förderung im bisherigen Abbaufeld, es geht um die Tatsache, dass die Landesregierung eine bedingungslose Zweifelsfreiheit über zukünftige mögliche Schäden verlangt. Diese Zweifelsfreiheit ist grundsätzlich niemals möglich. Damit wäre aber der Bergbau an der Saar definitiv beendet, gleichzeitig ein Präzedenzfall für die vielen Bergleute in allen noch aktiven Revieren Deutschlands geschaffen.
In der weiteren Folge müsste man dann auch den Flugzeugbau oder den Autobau stoppen. Irgend ein Flugzeug oder ein Auto könnte unter Umständen auch durch einen technischen Fehler einen Unfall verursachen, der Personen zu Schaden kommen liesse. Die Forderung, dass nur noch Autos gebaut werden, die einen Unfall generell und zweifelsfrei ausschliessen wurde aber bisher noch nicht erhoben, obwohl täglich viele Menschen durch Autounfälle ums Leben kommen.
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich selbstverständlich auch mit denjenigen fühle, die von den Beben betroffen sind, ich bin selbst davon betroffen. Auch an meinem Haus wackeln die Wände. Auch möchte ich natürlich nicht, dass Personen bei einem Beben zu Schaden kommen. Aber bei keinem Industrieunternehmen in der ganzen Welt können Ereignisse irgendwelcher Art von vorn herein zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Lediglich für den Bergbau wird dies jetzt vehement eingefordert.
Das kann nicht gerecht sein und deshalb bitten die saarländischen Bergleute um Verständnis und Solidarität. Dass mit einem Ende des Bergbaus nicht nur die Menschen betroffen sind, die direkt in diesem Betrieb arbeiten, braucht nicht gesondert erwähnt zu werden. Es geht um viel mehr Menschen als uns die Poltik weismachen will.
Natürlich ist die Entscheidung der Politik den Bergbau zu beenden getroffen, aber in einem wesentlich anderen Zeitrahmen, zudem noch mit der Möglichkeit einer Revision der Entscheidung versehen. Wenn man die Entwicklung auf dem Energie- und speziell dem weltweiten Kohlemarkt beobachtet, kann man voraussagen, dass der Tag kommen wird, an dem wir die heimische Kohle noch dringend brauchen werden.
In einigen Wochen wird das Kraftwerk Ensdorf wohl abschalten, mangels Kohle zum Strom erzeugen. Natürlich wird der Strom dann wo anders her geliefert, aber wenn hier die letzten Kraftwerke zumachen, wird der Preis wohl von anderen bestimmt werden.
Es sind mehr Menschen betroffen, wie bisher angenommen wird.
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